
Vier Bretter ist das Ein-Frau-Theater von Jutta Linz
in Zusammenarbeit mit und ausgebildet durch Cuatrotablas Asociación para la Investigación Actoral
Am 18.10.2003 habe ich meinen Abschluss als Schauspielerin von dem Freien Theater der Cuatrotablas in Lima/Perú durch die Performance „Ofelia muss nicht sterben“ erhalten; einer Improvisationsarbeit von sechs Jahren, die auf dem Hamletmonolog von Shakespeare basiert, der den höchsten Punkt des menschlichen Wesens offenbart. Die Performance gliedert sich in zwei Teile (18 und 7 Minuten), wobei der zweite Teil eine Verstärkung des ersten darstellt. Die Regie ist von Mario A. Delgado Vásquez, dem Direktor und Gründer von Cuatrotablas.
Seit meiner Rückkehr aus Südamerika im Oktober 2003 ist das Clownsstück „Ich bin Candida, die Frau, die Clown sein will“ entstanden, das in jeder gewünschten Länge bis 45 Minuten gespielt werden kann.
Ofelia muss nicht sterben
Jeder von uns trägt alles in sich und kann selber entscheiden, welche Richtung er einschlagen will. Oder ist unser Weg durch unser Schicksal vorgezeichnet? Hamlets Schmerz ist verständlich; aber er hat kein Recht zu töten. Die Performance „Ofelia muss nicht sterben“ ist ein Manifest für den Frieden.
Ofelias Kind ´Ofelia´ hat sich für eine Möglichkeit entschieden, die es dazu befähigt, in ihrer Liebe zu wachsen und dadurch zu reifen. So bleibt sie vom Schicksal ihrer Mutter verschont, die im Fluss ertrinkt. Ob sich diese in ihrer Reinheit dem Fluss hingegeben hat, oder ob sie bewusst ihr Leben beenden wollte, werden wir nie erfahren. Es gibt auch die Theorie, dass Ofelia durch ihren Vater missbraucht worden ist. Die Kündigung der Liebe von Hamlet, der Tod ihres Vaters – in einer Welt, in der von der Mutter nie gesprochen wird – ist Ofelias Weg der Weg in den Tod.
Ihr Kind entscheidet sich anders. Vielleicht hat es auch einfach mehr Glück. Oder sieht sein Schicksal es so vor?

Ich bin Candida, die Frau, die Clown sein will
(…) Der Clown ist wie das Licht. Der Clown ist wie ein kleines Kind. Der Clown ist wie eine Schneeglöckchenwiese. Der Clown ist wie Ich. Der Clown ist Ich. (…)
Als ich sechs Jahre alt war, hat mich mein großer Bruder in die Apotheke geschickt, um ein Pfund „Haumichblau“ zu kaufen, und es war ausverkauft. Und immer am Abend vom 5. Dezember habe ich Gras für den Esel vom Nikolaus gesammelt. Ich habs auf einen kleinen Teller getan, Zucker darauf gestreut, und der Esel hat sich gefreut; denn immer am Morgen vom 6. Dezember waren das Gras und der Zucker verschwunden.
Candida, die Frau, die Clown sein will, wird nie wissen, ob sie nun ein wirklicher Clown ist oder nicht. Noch dazu, wo sie nichts anderes ist als ein autodidaktischer Minimalclown. Aber sie entscheidet sich, es wenigstens zu versuchen: „Im schlimmsten Fall fall´ ich hin, und dann steh´ ich wieder auf.“

Auf der Suche nach ihrer Identität muss sich Candida zwangsläufig auch mit ihren Zukunftsvorstellungen auseinandersetzen:
„Stellen Sie sich vor: Ich lerne eine Regisseur kennen, und er ist überzeugt von mir; und er kennt einen Millionär, und die beiden wollen einen Film mit mir drehen, und ich bin nicht vorbereitet … Und die Chance meines Lebens würde flöten gehen.“ Candida sieht sich gezwungen, ein Filmkonzept zu erstellen.
„Es müsste ein Liebesfilm sein.“ (…)
Am Ende ihres Filmentwurfes erfüllt sich Candida einen großen Lebenstraum: Einmal so zu tanzen wie Alexis Zorbas. - Mit dem Tanzen, ja, da muss sie sich allerdings einen Ruck geben. - Wenn ihr ein Trick einfallen könnte, um das mit dem Tanzen einfach zu vergessen, ja, dann könnten sich ihre Füße vielleicht besser entfalten. …
Sein oder nicht sein, das ist die Frage.
Am Ende singt und tanzt Candida in einer Synthese des gesamten Stückes „L´amerò“, „Dein bin ich“, von Mozart.
Dieser Schlusstanz von ca. 6 Minuten ist auch eine in sich komplette Nummer.
Die Gage für die Performance beträgt 300,- Euro, für das Clownsstück je nach gewünschter Länge zwischen 200,- und 500,- Euro. Alle Preise sind Komplettpreise.
Anfragen bitte richten an:
e-mail: VierBretter@web.de www.vierbretter.de
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